Hannover überrascht

 

Das macht sich schon in den ersten Wochen des neuen Jahres bemerkbar. Womit? Ich will es mal die "Methode Hannover" nennen. Wir entdecken unsere Stärken, suchen Partner und werden dadurch noch stärker. Alle, die dabei mitmachen, haben ihren Nutzen davon. Win-Win à la Hannover könnte man es auch nennen.

Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz lebte und arbeitete 40 Jahre in Hannover. Mehr als 300 Jahre ist das her. Der offizielle Start des Leibniz-Jahres hat vor wenigen Tagen im Schloss Herrenhausen stattgefunden. Starke Partner der Stadt sind der NDR und die Volkswagen Stiftung. Mit rund 300 Besuchern erleben alle einen interessanten Auftakt von 100 Veranstaltungen, Aktionen, Ausstellungen, Konferenzen, die sich mit dem Wirken und dem Erbe von Gottfried Leibniz befassen. Was er uns heute sagt, wie er heute noch wirkt und wie sein Denken, seine Methode uns bei wichtigen Themen helfen kann, Lösungen für das Leben und die Gesellschaft zu finden. Hannover wird nach diesem Jubiläumsjahr eine andere Wirkung haben, da bin ich mir mit vielen nach dem gelungenen Auftakt sicher.

Auch vom Erfolg der Sprengel Museum Erweiterung war ich von Anfang an überzeugt. Vor wenigen Wochen erst ist der sogenannte 'dritte Bauabschnitt' in Betrieb gegangen. Flotter und durchaus berechtigt klingt natürlich "Neues Sprengel Museum". Berechtigt deshalb, weil seit vergangenem Freitag eine einmalige Kooperation besiegelt ist. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung verstärkt die Arbeit des Museums, indem es seine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken dauerhaft zur Verfügung stellt und sogar erweitert. Der geplante Aufbau einer Abteilung für Fotokunst wird Hannover in einer recht jungen Sparte noch deutlicher als Kulturstadt profilieren. Das Sprengel Museum Hannover gilt nach dem Neubau und mit seiner Sammlung als eines der fünf besten in Deutschland. Diese Position kann es sicher durch Ausstellungen und landesweite Projekte in dieser Kooperation unter Beweis stellen. Win win win-Projekt, so nannte es der Präsident des Sparkassenverbandes Thomas Mang. „Wir werden es zeigen“, sagen Museumsdirektor Dr. Reinhard Spieler und Kulturdezernent Harald Härke selbstbewusst.

Jetzt fallen mir noch mehr Beispiele für die "Hannover-Methode" ein. Aber der Platz für eine Kolumne ist begrenzt, und im Laufe des Jahres wird ausreichend Zeit sein, sich mit Wegweisendem zu beschäftigen. Zum Beispiel, wenn wir an unseren Messe-Standort Hannover denken. Mit dem Thema Industrie 4.0, der digitalen Zukunft der industriellen Produktion, haben wir schon international Furore gemacht. In China konnte ich mich davon überzeugen. Es wäre doch gelacht, wenn wir die Zusage von Präsident Barack Obama zur Hannover Messe Ende April nicht auch dafür nutzen würden, Hannovers Kompetenz von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in der Digitalisierung weiter herauszustellen.

 


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