Ein Abschied, ein Anfang und viele Herausforderungen

 

Diese letzte Januarwoche hatte es in sich. Sie bot einen Vorgeschmack auf Monate mit Abschied, Begrüßung, Erneuerung und neuen Herausforderungen.

Der neue Intendant Ingo Metzmacher hat das Programm der KunstFestSpiele Herrenhausen 2016 vorgestellt. Ich bin überzeugt, dass er damit neue künstlerische Akzente der KFS setzt. Die Herrenhäuser Gärten sind immer eine wunderbare Kulisse für dieses einzigartige Festival. Dieses Programm, das steht für mich fest, wird die überregionale Bedeutung unseres Festivals erhöhen und außerdem Gäste von außerhalb und noch mehr Hannoveranerinnen und Hannoveraner in seinen Bann ziehen.

Eröffnet wird es übrigens im "neuen" Kuppelsaal der Stadthalle mit den Gurre-Liedern von Arnold Schönberg – ein Werk für 400 Sängerinnen und Sänger und mehrere Orchester, die alle aus Hannover kommen. Die Sanierung des Kuppelsaals ist pünktlich abgeschlossen und grandios. Bis zu 3.600 Besucher werden sicher optisch und akustisch beeindruckt sein. Eine erstklassige Sehens- und Hörenswürdigkeit!

Ein Abschied leitet im März eine Neuerung ein. Die "Ära Thomas Walter" in der Sozial-, Jugend- und Familienpolitik der Landeshauptstadt wurde vergangenen Donnerstag mit stehenden Ovationen gewürdigt. Thomas Walter hat in der kommunalen Sozial-, Familien- und Jugendpolitik über zwei Jahrzehnte Hannover im schwierigen gesellschaftlichen Wandel begleitet und zukunftsfest gemacht. Er hat Rechtsansprüche für Eltern, Kinder und Jugendliche umgesetzt. Armut und Obdachlosigkeit bekämpft und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen, für ältere Menschen, für Migranten und Flüchtlinge durchgesetzt. Er hat sich um das soziale Wohl der Menschen in Hannover verdient gemacht.

Die Juristin Konstanze Beckedorf, bisher Gemeinderätin in der Wedemark, soll auf meinen Vorschlag hin das künftige "neue" Dezernat für Soziales und Sport leiten. Die 55-Jährige verfügt über breite Erfahrungen für die vielfältigen Aufgaben im künftigen Dezernat Soziales und Sport. Dazu zählen vor allem die Themen Inklusion, Integration und Teilhabe. Insbesondere dank ihrer intensiven Erfahrungen mit bürgerschaftlichem Engagement und ihrer Integrationsfähigkeit bringt sie aus meiner Sicht sehr gute Voraussetzungen für die Arbeit an der Spitze des Sozial- und Sportdezernates mit. Die Bildung des Dezernates für Soziales und Sport zum 1. März schließt den vor einem Jahr beschlossenen Umbau an der Spitze der Stadtverwaltung ab.

In der vergangenen Woche habe ich mit dem Baudezernenten einen neuen Vorschlag zur Unterbringung von Flüchtlingen vorgestellt, damit wir bei steigenden Zahlen ein Versprechen einlösen können: keine Zelte und möglichst keine unserer 152 Turn- und Sporthallen für Notunterkünfte zu verwenden. Auch, wenn wir dies mit Leichtbauhallen für jeweils 40 Personen in einer "Dorfstruktur" auf städtischen Flächen umsetzen können, benötigen wir die Mitwirkung und Unterstützung der engagierten Politiker, der Anlieger und ehrenamtlichen Helfer aus den Stadtbezirken. Gründliche Information, intensive Planung, Abstimmung und Kommunikation sind nötig, um die Akzeptanz zu erhalten. Gerade die Integration von einigen Tausenden Zuwanderern und Flüchtlingen in unserer Stadt bedarf einer engen Abstimmung zwischen Verwaltungsarbeit, der Arbeit von sozialen Institutionen und den unverzichtbaren ehrenamtlich Tätigen.

Ob und wie uns das gelingt, hat den US-Botschafter John B. Emerson bei seinem Besuch im Neuen Rathaus und bei der Preview der Hannover Messe sehr interessiert. Ende April kommt er wieder zur Eröffnung der Messe, diesmal mit Präsident Barack Obama. Ich bin sicher, dass auch „Mr. President“ mit Spannung beobachtet, wie wir diese Herausforderung bewältigen.

 


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