Stefan Schostok: Entschieden für Hannover

Stefan Schostok
 

Seit seinem siebten Lebensjahr ist Stefan Schostok Hannoveraner, seit 30 Jahren Sozialdemokrat und seit 13 Jahren ein Politiker, der die hannoversche und niedersächsische Politik in seiner Partei, als Abgeordneter und als Fraktionsführer im Niedersächsischen Landtag aktiv geprägt hat. Jetzt will er Oberbürgermeister von Hannover werden. Als Stephan Weil sich entschloss, ohne „Rückfahrkarte“ in die Landespolitik zu gehen und dafür sein Amt als Oberbürgermeister aufzugeben, entschied sich Stefan Schostok ebenso konsequent für Hannover. Bei allem Reiz, nach drei Jahren als Oppositionsführer nun Landespolitik in Regierungsverantwortung zu machen, schlug das Herz doch am Stärksten für die Heimatstadt. Er sagt: „Stadtpolitik ist konkret und direkt. Alles, wofür und warum ich Politik mache, will ich jetzt für Hannover verwirklichen.“ Lernen Sie Stefan Schostok und seine Ideen für Hannover kennen.

Ein Hannoveraner für Hannover

Stefan Schostok kennt Hannover seit seinen Kindertagen. Hier ist er zur Grundschule Kestnerstraße und aufs Kaiser-Wilhelm-Gymnasium gegangen. Hier hat er Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften studiert und seine berufliche Arbeit begonnen. Beim Bildungswerk der Niedersächsischen Volkshochschulen mit der Betreuung von Langzeitarbeitslosen, bei der Gewerkschaftsstiftung Arbeit und Umwelt mit der Koordinierung der bundesweiten Forschungsprojekte, und im Niedersächsischen Umweltministerium ging es um den Aufbau einer transparenten und dialogische Kommunikation mit den Bürgern über Energie- und Umweltthemen.

Neben Zivildienst, Studium und Beruf stand immer das politische Engagement. Die ersten Jahre im Bezirksvorstand der Hannover-SPD fielen in die Ministerpräsidentschaft Gerhard Schröders – eine spannende und lehrreiche politische Zeit. Wer Stefan Schostok fragt, warum er Politik macht, bekommt die politische und persönliche Antwort eines überzeugten Sozialdemokraten: „Ich will Gerechtigkeit für andere schaffen. Und ich will selbst fair mit anderen umgehen.“

Klare Ziele, klarer Kompass.

Mit der Wahl zum Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hannover im Jahr 2000 kam die Verantwortung für eine Organisation mit 10.000 Mitgliedern, für die politische Koordinierung und das Management erfolgreicher Wahlkämpfe in Stadt und Region. „Man muss beides haben“ sagt Stefan Schostok, „klare politische Ziele und die praktische Fähigkeit, sie zu erreichen.“ 2009 macht die Partei den idealistischen Praktiker zum Vorsitzenden des Bezirks Hannover. Ein Amt, das zuvor Persönlichkeiten wie Kurt Schumacher, Peter von Oertzen und Gerhard Schröder innehatten.

2008 folgen die Kandidatur zum Landtag und das direkt gewonnene Mandat in Hannover-Mitte. Zwei Jahre später schon wählt die Landtagsfraktion den frischen Abgeordneten zu ihrem Vorsitzenden. Den hätten manche anfangs gern lauter, aggressiver auftreten sehen - bis sie seine ruhige Zielstrebigkeit schnell zu schätzen lernten. Stefan Schostok macht Politik auf seine Art, ohne künstliche Aufregung und große Gesten. Das führt fast immer zu guten Ergebnissen. Und manchmal auch dazu, dass Kontrahenten ihn sträflich unterschätzen. Seinem Stil wird Stefan Schostok treu bleiben - auch weil der gut zu Hannover passt.

 

Lebenslauf

1964 geboren in Hildesheim, seit 1971 in Hannover und Isernhagen, lebt in der List. Von Beruf ist er Dipl. Sozialpädagoge, seine beruflichen Stationen waren zunächst beim Bildungswerk Nds. Volkshochschulen in der Begleitung eines arbeitsmarktpolitischen Projekts (1991), Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der politischen Zeitschrift SPW (1994), bei der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (1996), im Nds. Umweltministerium als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit (1999). Bis Oktober 2009 arbeitete er als Leitender Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hannover.

Am 27. Januar 2008 wurde Stefan Schostok per Direktmandat für die 16. Legislaturperiode bis zum 20.01.2013 zum Landtagsabgeordneten des Niedersächsischen Landtages gewählt.


Politischer Werdegang

Vom 14. Juni 2010 bis zur Landtagswahl am 20. Januar 2013 war Stefan Schostok der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.

Seinen politischen Schwerpunkt in der vorherigen Arbeit als Landtagsabgeordneter hatte Stefan Schostok in der Arbeitsmarkt-, Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik. Er war Mitglied im Ausschuss Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sowie Sprecher für Innovation und Wissenschaftstransfer. Stefan Schostok arbeitete parallel im Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur. Als zeitweises Mitglied im Arbeitskreis Integration und bei der überparteilich arbeitenden Deutsch-Türkischen Gesellschaft Niedersachsen-Bremen e.V. setzt er sich außerdem für Teilhabe, Integration und Interessenvertretung von in Niedersachsen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ein.

Mitglied der SPD ist er seit 1983, 1991 war er Vorsitzender der Jusos im Bezirk Hannover, von 1988 bis 1997 Mitglied des SPD-Unterbezirksvorstandes Hannover-Land und seit 1993 Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes Hannover. Am 31.10.2009 wurde er zum Vorsitzenden des SPD-Bezirks Hannover gewählt.

Kommunalpolitische Erfahrungen machte er als Ratsmitglied im Gemeinderat Isernhagen von 2001 bis 2005 (Wirtschafts- und Finanzausschuss, Umweltausschuss).

Den SPD-Bezirk Hannover vertrat Stefan Schostok von 1999 bis Ende 2007 in der Grundsatzprogrammkommission beim SPD-Parteivorstand.

Über seine politische Arbeit hinaus ist er Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und in einigen weiteren Vereinen.

Seit dem 01. April 2012 ist Stefan Schostok für die Dauer von vier Jahren Mitglied des Konventes der Evangelischen Akademie Loccum.