Kolumne 05/2012: Einmal übers Wasser gehen

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele von denen, die am Anfang voriger Woche noch über die Eiseskälte klagten, haben am Wochenende eine der schönsten Seiten dieses Winters entdeckt. Der Maschsee war endlich mal wieder zugefroren und freigegeben zum Wandern, Rutschen, Schlittschuhlaufen. Auch ich habe wenigstens kurz den Spaziergang über den See genossen. Zum Rodeln war ich aber am Donnerstag mal ein paar Stunden in Torfhaus im Harz. Am Wochenende wäre das bei dem dortigen Andrang nicht so gut gegangen.

Immer wieder verblüfft mich, dass sich mir Stadt und Region, in der ich seit gut 40 Jahre lebe, neu und anders zeigt. Wer sich nicht nur auf sein Wohnviertel und die altbekannten Wege beschränkt, bekommt derzeit zig Tipps zu neuen Touren. Sei es Tango Argentino im Freizeitheim Lister Turm, die Orchideenausstellung in Herrenhausen, die „Stadtbilder“ im Historischen oder Ilya Kabakovs „Rückkehr zur Malerei“ im Sprengel Museum, eine Fahrt im Schrägaufzug des Rathauses (der Ende Februar wieder in den Dienst geht), eine der vielen Prunksitzungen in der Karnevalszeit, große Variétékunst im GOP und und und.

Wenigstens einen Teil davon will ich in dieser Woche erleben. Denn die dann kommenden Tage der Parlamentssitzung lassen mir nicht die Zeit dazu. Auch bei vielen hannoverschen Kommunalpolitikern ist derzeit der Terminplan voll. Zum Beispiel küren sie die Kandidaten zur Landtagswahl 2013. Oder sie feilen am Haushaltsplan 2012 und am Haushaltssicherungskonzept 2012 bis 2014, das der Rat in der kommenden Woche beschließen wird. Gespannt verfolge ich beides, die Kandidatenkür und die Etatdiskussion.. Wie Sie wissen, hat mich der Vorstand des SPD-Stadtverbandes als Oberbürgermeister-Kandidaten vorgeschlagen. Deswegen werde ich in Hannover Mitte, dem Wahlkreis 28, 2013 nicht wieder zur Landtagswahl antreten. Als SPD-Kandidat für eine OB-Kandidatur will und werde ich mich nicht zu Sparvorschlägen äußern. Nur so viel: Beruhigend und gut ist, dass weder die Verwaltung noch die rot-grüne Ratsmehrheit an die Schließung von Büchereien, Museen, Freizeiteinrichtungen oder Schwimmbädern denken. Die vielfach ausgezeichnete Infrastruktur dieser Stadt bleibt erhalten – und garantiert, dass es in Hannover auch künftig viel zu entdecken gibt.


Falls Sie dazu Anregungen haben oder Fragen, wenden Sie sich gern an mich.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!


Ihr

Schostoku