Kolumne 09/2012: Das digitale Morgen

Liebe Leserin, lieber Leser,

neue Informationstechnik begeistert mich. Darum war mein CeBIT-Besuch in der vergangenen Woche auch kein Pflichtprogramm. An zwei Tagen habe ich ein paar Stunden in meinem Terminkalender freigehalten, um mich über Produkte, Unternehmen und Trends im (Welt-) Centrum Büro- und Informationstechnologie, kurz CeBIT, zu informieren. Eine der ersten Stationen war natürlich der Stand der Wirtschaftsentwicklungs- und Wachstumsgesellschaft hannoverimpuls, der Leistungsträgern aus der Region die ideale Fläche zur Präsentation bietet.

Thema dort wie überall: der Fachkräftemangel. hannoverimpuls bietet Lösungen an, angefangen von der Gründungswerkstatt über Förderung von Personalqualifikation bis hin zu plug & work, dem mietfreien Bereitstellen von Büroraum und strategischem Coaching für den erfolgreichen Markteinstieg. Mein Eindruck: Diese von Region und Landeshauptstadt gemeinsam getragene GmbH wird es schaffen, ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Seit dem Start von hannoverimpuls im Jahr 2003 sind 20.931 neue Arbeitsplätze entstanden. Ziel ist es, bis Ende 2012 insgesamt rund 28.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist eine der Fokusbranchen für die Gesellschaft. Gut so, denn da besteht nach wie vor auch in Hannover noch ein bisschen Nachholbedarf. Deshalb war mein zweiter Schwerpunkt e-Government, absolut bedeutsam für die Bürgerfreundlichkeit. 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche könnte bei entsprechendem Angebot die schönste Stadt der Welt "kundenfreundlich" sein. Für unsere Expostadt und ihre Verwaltung sollte es Ansporn sein, ein „Sie sind hier herzlich willkommen“-Gefühl schon im Internet aufzubauen.

Unser "digitales" Hannover.de schafft das immer besser. Und unser „analoges“, wirkliches Hannover hat gerade erst wieder mit einer neuen Repräsentativerhebung gepunktet. 89 Prozent aller EinwohnerInnen äußern sich zufrieden oder sehr zufrieden mit den Lebensbedingungen in ihrer Stadt. Noch nie war dieser Wert so hoch. Er ist von 78 Prozent im Jahr 1999 über 83 Prozent im Jahr 2002 und 88 Prozent 2005 stetig gestiegen.

Von solchen Werten kann das Land Niedersachen nur träumen. Zu viele Probleme sind hier ungelöst, angefangen bei der Frage chancengerechter Bildungsangebote bis hin zur Schuldenbremse.

Wir Sozialdemokraten haben mit Stephan Weil, unserem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, erste Vorschläge für eine "nachhaltige Finanz- und Haushaltspolitik für Niedersachsen" entwickelt. Einen unseriösen Wettlauf mit der FDP machen wir nicht mit, wir werden nicht die elementare Frage der "Zukunftsfinanzierung Bildung" ausklammern und uns auch nicht wie CDU/FDP bei den Kommunen bedienen. Das Land muss seine eigenen Hausaufgaben erledigen. FDP und CDU hatten dafür über neun Jahre Zeit. Vieles fällt ihnen nun sehr spät ein. Zu spät!

Falls Sie dazu Anregungen haben oder Fragen, wenden Sie sich gern an mich.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!


Ihr

001Schostok_Unterschrift