Kolumne 14/2012: Kandidat für Hannover

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit 96,3 Prozent Zustimmung hat mich Hannovers SPD am Sonnabend als ihren Oberbürgermeister-Kandidaten nominiert. Danke für so viel Unterstützung. Das gute Ergebnis wird mich beflügeln im Wahlkampf, der im Grunde jetzt schon beginnt.

Oberbürgermeister in Hannover zu sein, ist für mich ein Traum. Ich bin tief verwurzelt in dieser Stadt! Ich habe mich entschlossen, nicht noch einmal für den Landtag zu kandidieren. Ich will auch kein Mandat von den Wählerinnen und Wählern, das ich wenige Monate später wieder aufgeben müsste.
Man kann es auch so formulieren: Ich habe mich eindeutig für Hannover entschieden! Für mich ist die Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters die konsequente Fortsetzung meines politischen Weges. Kommunalpolitik ist Gesellschaftspolitik. Alles wofür und warum ich Politik gemacht habe, kann ich künftig, wenn die Bürgerinnen und Bürger es wollen, im Rathaus von Hannover fortsetzen.

Wir feiern im kommenden Jahr den 100. Geburtstag dieses Rathauses und den 150. Geburtstag der SPD. Hannover wird seit über 65 Jahren in sozialdemokratischer Verantwortung regiert, seit über 40 Jahren haben wir sozialdemokratische Oberbürgermeister. Das ist gut so! Wir Sozialdemokraten beweisen das größte Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Und die Hannoveranerinnen und Hannoveraner haben uns aus guten Gründen immer wieder ihr Vertrauen geschenkt.

Hannover ist eine tolle Stadt, sie bietet alles. Eine gut aufgestellte Wirtschaft, vielfältige Arbeit, hier kann man sich gut bilden und ausbilden lassen oder selbst lehren, ausbilden oder forschen.
Hannover genießt einen so guten Ruf wegen der hervorragenden Stadtentwicklung. Das aber ist kein Prozess, der mit der Diskussion Hannover 2020 endet. An den Visionen für die Zukunft dieser Stadt und ihrer Stadtbezirke müssen wir intensiv weiter arbeiten! Und wir müssen die Menschen in Hannover für diese Mitarbeit gewinnen. Ich schlage vor, dass wir die vielen Konzepte, Leitlinien und Pläne zu einer neuen Diskussion um ein „Stadtentwicklungsprogramm Hannover 2030“ zusammenfassen. Das soll nicht alleine in Expertenrunden und unseren Parteien und Räten geschehen, sondern so öffentlich und transparent wie möglich. Dass wir dazu das Internet nutzen werden, ist keine besondere Weisheit. Aber genauso wichtig ist die direkte Kommunikation, gerade mit denen, die sonst nicht beteiligt werden.

Wir haben eine sehr gute Industrie, hervorragende Dienstleistungen und einen guten traditionellen und modern aufgestellten handwerklichen Mittelstand. Darauf können wir stolz sein. Wir müssen uns aber auch den neuen Trends, Herausforderungen und Chancen stellen. Unsere Politik muss Initiativen für die wirtschaftliche Entwicklung geben. Unsere Politik muss Partner einbinden. Denn ohne die geht nichts!
Wir haben tausende Ehrenamtliche, Freiwillige, bürgerschaftlich Engagierte. Deren Hilfe brauchen wir. Aber wir müssen auch sie unterstützen, damit sie ihre professionelle Arbeit leisten können.

Viele wissen, wie sehr mir Hannover am Herzen liegt. Ich bin bereit, mich für diese Aufgabe als Oberbürgermeister richtig reinzuknien. Bis dahin, bis zur Wahl im September 2013, will ich mehr sein, als bloß der Oberbürgermeister-Kandidat der SPD. Ich will, dass mich jede Hannoveranerin und jeder Hannoveraner für den Kandidaten hält, der es am besten kann. Ich will Ihr Kandidat sein! Damit auch Sie mir Ihr Vertrauen schenken!

Falls Sie dazu Anregungen haben oder Fragen, wenden Sie sich gern an mich.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!


Ihr

001Schostok_Unterschrift