Kolumne 17/2012: Glaube versetzt Berge

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Glaube versetzt Berge, heißt es. Auf jeden Fall schenkt er Kraft und Zuversicht. Das haben mir gerade am vergangenen Wochenende unterschiedliche Erfahrungen und Erlebnisse auch abseits des religiösen Hintergrunds gezeigt.

Da war natürlich zum einen die Konfirmation meiner Nichte. Beeindruckend, dass die Gruppe so groß war, dass ein Teil am Samstag, der andere am Sonntag konfirmiert wurde. "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", hat sich Lea als biblischen Spruch ausgesucht, der sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet.

Für viele Menschen ist auch der Fußball eine Art Glaubensfrage. Das entscheidende Spiel von Hannover 96 konnte ich wegen eines Parteitags in Stade und der Familienfeier nicht sehen. Aber wie die Fans in der restlos ausverkauften AWD-Arena war ich mir sicher, dass unsere "Roten" gewinnen und weiter in der Europa-League gute Botschafter Hannovers sein werden. Angefeuert von der Zuversicht ihrer Anhänger hat es die 96-Elf geschafft. So wie einen Tag später Hunderte von Marathonläuferinnen und -läufern.

Noch eine Glaubenserfahrung: mein Gottesdienstbesuch in der serbisch-orthodoxen Gemeinde. Zur Integration gehört zwingend, dass Menschen mit Migrationshintergrund ihren Glauben in ihrer neuen Heimat leben können. Die Andersartigkeit wahrzunehmen, bereichert uns.

In Schleswig-Holstein hat der Glaube an Wende leider keinen Berg, aber wenigstens einen Hügel versetzt. Was der SPD dort diesmal noch nicht gelungen ist, wird am 13. Mai in Nordrhein-Westfalen und am 20. Januar 2013 in Niedersachsen aufgehen. In diesen Ländern, auch da bin ich mir ganz sicher, werden wir Sozialdemokraten die Regierungsverantwortung tragen. In Niedersachsen dokumentieren wir jetzt schon, wir haben die richtigen Antworten auf die Probleme.

Beispiel Schuldenbremse, bei der sich CDU und FDP leider einer im Landtag von vielen gewollten interfraktionellen Lösung versperrt. Für uns gilt unverändert, wir wollen die Verankerung der Schuldenbremse in der Landesverfassung. Wir wollen keine finanzpolitischen Wolkenkuckucksheime. Deshalb bestehen wir auf belastbaren Haushaltszahlen zur Beschreibung des realistischen Abbaupfades in Richtung Nettoneuverschuldung Null. Angesichts eines strukturellen Haushaltsdefizits von durchschnittlich 1,85 Milliarden Euro pro Jahr und weiterhin steigenden Ausgaben ist das eine der dringlichsten Aufgaben.

Unsere Position haben wir im Gespräch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, von Gewerkschaften und Sozialverbänden deutlich gemacht. Sie wissen jetzt: Wir Sozialdemokraten nehmen nachhaltige Entschuldung und zukunftsorientierte Haushaltspolitik ernst. CDU und FDP dagegen machen Versprechungen, die sie nicht halten können.

Falls Sie dazu Anregungen haben oder Fragen, wenden Sie sich gern an mich.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!


Ihr

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