Kolumne 19/2012: Hannover bewegt was!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Hannover bewegt was! Das hört sich vielleicht an wie der Titel einer neuen Marketing-Kampagne, beschreibt aber meinen Eindruck von zwei herausragenden Ereignissen in der vorigen Woche. Als da waren: das großartige Jazzfest "Swinging Hannover". Zuerst im Kuppelsaal, als "Jazzbandball" dann, am Vatertag, das schon Kult gewordene Treffen auf dem Trammplatz, zu dem diesmal 35.000 Hannoveranerinnen und Hannoveraner gekommen sind.

Gut die dreifache Menge Menschen hat am Sonntag bei den Aktionen zum Autofreien Sonntag und dem Solarfest mitgemacht. Auch das ist inzwischen eine Veranstaltung mit Kultcharakter, die größte ihrer Art in Norddeutschland.

Schade, dass sich die schwarz-gelbe Ratsopposition noch immer am autofreien Sonntag reibt. "Überflüssig" sei das Event, heißt es immer wieder. Und diesmal gab es auch noch höchst überflüssige Unterstützung vom Land. Die geplante Fahrradsternfahrt in die City, die wie schon einmal vor drei Jahren auch über die Messeschnellwege führen sollte, wurde vom Verkehrsministerium nicht genehmigt. Es berief sich dabei auf den Bund, der Sperrungen großer Schnellstraßen an Wochenenden nach Feiertagen untersagt habe. Das hat den Spaß zwar ein bisschen, aber nicht entscheidend getrübt.

Ich habe mich selbst auf mein Rad geschwungen und Etliches vom Programm auf fünf Bühnen und zwölf sogenannten Aktionsmeilen erlebt. 150 Vereine, Verbände, Unternehmen, Künstler, Musiker oder Sportler mischten mit. Das gab jede Menge Gelegenheit zu guten Gesprächen, zum Noch-mehr-Kennenlernen in der Stadt, deren Oberbürgermeister ich im September 2013 werden will.

Vor dem Wahlkampf in eigener Sache gilt es alles zu tun, damit die Wende zu Rot-Grün in Niedersachsen gelingt. Die aktuelle Umfrage von infratest dimap im Auftrag des NDR sieht uns mit 49 Prozent vorn. Die SPD bei 36, die Grünen bei 13 Prozent. Das gibt Auftrieb, ist aber noch ausbaufähig. Und während Schwarz-Gelb nicht nur bei diesem Votum, sondern auch während einer Klausurtagung baden ging, haben wir uns mit einem nordischen Vorbild ausgetauscht - der von Olaf Scholz geführten Hamburger Bürgerschaft. Energiewende und Schuldenbremse, Wohnungsbau, Kooperationen in der Forschungs- und Wissenschaftspolitik waren die Themen, aber auch der notwendige Verkehrswegeausbau. „Es muss Schluss damit sein, dass dem CSU-Verkehrsminister bayerische Umgehungsstraßen wichtiger sind als Verkehrsprojekte von nationaler Bedeutung. Eine zukunftsfähige Hafenhinterlandanbindung im Norden ist im nationalen Interesse, das muss in Berlin endlich verstanden und umgesetzt werden", fordern übereinstimmend Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion Hamburg und ich als Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.Falls Sie dazu Anregungen haben oder Fragen, wenden Sie sich gern an mich.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!


Ihr

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