Kolumne 1/2013 [7.1.2013]: Wir haben keine bleibende Stadt...

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Liebe Leserin, lieber Leser,

ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen!

 

„Wir haben keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir!“

So lautet die biblische Losung für das Jahr 2013, die auch Thema beim Empfang im Kloster Loccum war. Die Losung passt wie keine andere für dieses Jahr, das wegen der Landtagswahlen im Januar und der Bundestagswahlen im September politisch sehr bewegend sein wird. Genau wie im Hebräer-Brief angemahnt, gilt es wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Es gilt, nicht nur zu bewahren und erhalten, sondern neu und gerecht zu gestalten.

 

Ein gerechteres Leben ermöglichen – dieses Ziel haben wir uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gesetzt. Für die wirtschaftliche Entwicklung wünschen wir uns keine bewegten Zeiten. Wir benötigen dringend eine Stabilisierung von Währung und Wirtschaft in der Europäischen Gemeinschaft. Die Sicherung der Arbeitsplätze kann nur gelingen, wenn auch unter wirtschaftlich schwierigeren Rahmenbedingungen gute vorausschauende Konzepten greifen.

Viele erinnern sich an die Programme, die 2008 Steinbrück, Steinmeier, Gabriel und Scholz zur Unterstützung der Wirtschaft und der Kommunen auflegten: Kurzarbeitergeld, Umweltprämie, Konjunkturprogramme für die Länder und Kommunen haben geholfen, Jobs zu sichern und die Konjunktur zu stabilisieren.

An diese erfolgreiche Politik müssen wir 2013 wieder anknüpfen. Das tatenlose Zusehen, das sich die schwarz-gelbe Bundes- und Landesregierung zu Eigen gemacht hat, verschärft die Gefahr einer neuen Krise.

2013 ist das Jahr, in dem sich viele wieder an die guten Konzepte erinnern werden. Sei es bei der Gestaltung der Energiewende, beim Ausbau von Bildungschancen oder der Bewältigung demografischer Herausforderungen für unser Bundesland.

„Wir haben keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir!“ Diese Losung gilt für mich in besonderer Weise. Denn ich trete im September zur Wahl in Hannover an, wo ein neuer Oberbürgermeister gesucht wird, wenn unser Spitzenkandidat Stephan Weil in die Landespolitik wechselt (meinem Gefühl nach und allen Umfragen zufolge als Ministerpräsident).

Ich habe mir für den OB-Wahlkampf weniger den klassischen "Gesichterwahlkampf" vorgenommen, die Konzentration auf Plakate und kurze Statements, sondern will ein Stadtgespräch initiieren. Hannover gestaltet mit seinen Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft, mit den Kindern und Jugendlichen, den Frauen und Männern, den Älteren und Jüngeren, den Beschäftigten in Industrie, Dienstleistung und Verwaltung, den Engagierten in Kunst, Kultur, Sport und Medien, den Ehrenamtlichen in den vielen Vereinen und Initiativen.

Über die wichtigsten Themen für die Zukunft Hannovers möchte ich diskutieren und werde deshalb im April eine Einladung an alle Interessierten aussprechen. Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft schauen. Mit Optimismus und dem Glauben an die eigene Gestaltungskraft. Denn Hannover kann sehr viel - und mit vereinten Kräften bald noch mehr. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches Jahr 2013!

 

Ihr

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