Kolumne 9/2013 [04.03.2013]: OB Wahlkampf ist im August

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Liebe Leserin, lieber Leser,

monatelang stand ich als Kandidat der SPD fürs Amt des Oberbürgermeisters allein auf weiter Flur. Jetzt sind zwei Interessenten hinzugekommen. Bei den GRÜNEN zeichnet sich ab, dass sie Lothar Schlieckau, ihrem Fraktionsvorsitzenden im Rat, das Vertrauen schenken. Bei der CDU hat gerade die Stunde für den Anwalt Matthias Waldraff geschlagen. Ich werde jetzt häufig gefragt, was ich von ihm halte. Ich kenne ihn persönlich. Wir sind uns häufig begegnet. Der Umgang war immer angenehm. Dass er kandidiert, hat mich überrascht. Wahrscheinlich auch viele Christdemokraten selbst, denn erst zwei Tage, bevor ihm die Kandidatur angetragen wurde, war er CDU-Mitglied geworden.

Das macht schon Unterschiede deutlich. Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr Hannoveraner, seit 30 Jahren Sozialdemokrat und seit vielen Jahren Politiker. Ich habe die hannoversche und niedersächsische Politik in meiner Partei, als Abgeordneter und als Fraktionsführer im Niedersächsischen Landtag aktiv geprägt. Jetzt möchte ich Oberbürgermeister von Hannover werden.

Ich habe mich konsequent für Hannover entschieden. Bei allem Reiz, nach drei Jahren als Oppositionsführer nun
Landespolitik in Regierungsverantwortung zu machen, schlug mein Herz für meine Heimatstadt. Stadtpolitik ist konkret und direkt. Alles, wofür und warum ich Politik mache, will ich jetzt für Hannover verwirklichen. Meinem Stil werde ich treu bleiben - auch, weil der gut zu Hannover passt.

Ich bin erleichtert und es ist gut, dass auch die CDU nun endlich einen Kandidaten gefunden hat. Ich freue mich auf eine sachliche und faire Auseinandersetzung um die besten Ideen für Hannover. Jetzt wird es aber nicht sieben Monate aufgeregten Wahlkampf geben, wie sich das viele vorstellen. Ich konzentriere mich auf persönliche und direkte Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. So wie in der vorigen Woche, der ersten, in der ich mich komplett um meine Kandidatur kümmern konnte. Begegnungen mit den Gartenfreunden, Schützen, Wirtschaft und Kultur, mit Jugendarbeit und Kochen, Erkunden von Stadtteilen - „Wahlkampf“ ist das noch nicht. Im August, am Ende der Sommerferien, geht der frühestens los.

Bis dahin will ich die Stadt und ihre Stadtteile, die Freuden, Nöte und die Hoffnungen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner mit neuem geschärftem Blick wahrnehmen. Wenn auch Sie das Gespräch mit mir suchen – herzlich gern!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!

Ihr

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