Kolumne 14/2013 [08.04.2013]: Scillablütenfest und Hannover Messe

Schriftzugfarbe

Liebe Leserin, lieber Leser,

erst ein Stadtteilfest, dann ein Wirtschaftsforum: Das, was mein Terminkalender für den Sonntag ausgewiesen hat, macht Zusammenhänge deutlich. Was haben das Scillablütenfest in Linden-Süd und die Diskussionsveranstaltung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zu Beginn der Hannover Messe "Zukunft der Industrie in Europa" miteinander zu tun?

Wachstum und Zusammenhalt gehören zusammen!

Die Scillablüte wird das "blaue Wunder" genannt. Seit Wochen erleben wir aber eher Winter statt Frühling. Deshalb stand dieses Fest in Linden immer kurz vor der Verschiebung oder gar Absage. Dort, wo sie mit ganzer Pracht blühen, auf dem Lindener Berg, wurde das Fest auf das kommende Wochenende verschoben. Ein Teil aber, nämlich der Deisterkiez an der Deisterstraße und rund um den Lindener Markt, hielt am 7. April fest und erlebte - leider ohne spektakuläre Blütenpracht - traumhaftes Wetter und deshalb wenigstens ein ungeahntes Aufblühen der guten Laune. Tausende Menschen strömten auch aus anderen Stadtteilen nach Linden-Süd, das durch Luftballons in Blau gefärbt war. Fast alle Geschäfte und viele Initiativen zeigten ihr Engagement. Verschiedene Quartiere öffneten sich und knüpften wichtige Verbindungen, die im Ergebnis ein gemeinsames Wachstum von starken Stadtteilen in Hannover bedeuten. Das strahlt aus und inspiriert.

Und was hat das mit der Messe in Hannover mit ihrer Diskussion um die Zukunft der Industrie zu tun? Unser Ministerpräsident Stephan Weil hat bei seiner Begrüßung sicher auch an Hannover gedacht, als er die Bedeutung der Industrie für das Wachstum in Europa und die notwendigen Voraussetzungen dafür ansprach.

Damit wir uns und unser Zusammenleben in Hannover und seinen Stadtteilen weiter so positiv entwickeln, brauchen wir für die Zukunft eine Politik, die sich bewusst der Sicherung von Industrieunternehmen und der Schaffung von Arbeitsplätzen verschreibt. Eine erfolgreiche Industrie-Messe in dieser Woche ist wichtig. Und als Partnerland der weltweit größten Leistungsschau der Industrie ist Russland wichtig. Auch ich wünsche mir noch bessere Handelsbeziehungen mit dieser Wirtschaftsmacht im Osten. Sie wären einfacher, hätte es nicht die Razzien gegen deutsche Stiftungen dort gegeben. Ein mit Demokratie nicht zu vereinbarendes Vorgehen der Staatsmacht muss angesprochen und kritisiert werden – so wie es auch unser SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht. "Das Vorgehen der russischen Behörden ist völlig inakzeptabel. Ich weise es deutlich zurück."

Trotz aller Kritik und der Gegendemonstrationen war der Auftakt der Hannover Messe harmonisch. Hoffen wir auf eine erfolgreiche Industrieschau, denn sie ist mit Garant für ein wirtschaftlich starkes Hannover. Für Wachstum, Arbeitsplätze und auch für gute Laune. Wie das zu bewerkstelligen sein wird, will ich mit Fachleuten, Bürgerinnen und Bürgern am 1. Juni auf dem Kongress "Hannover 2030” diskutieren. Wenn Sie Anregungen und Tipps haben, wenden Sie sich gern an mich. Wenn Sie mich dabei haben wollen auf Stadtteilfesten wie dem der Scillablüte, freue ich mich ebenfalls auf Kontakt zu Ihnen!

Ihr

001Schostok_Unterschrift