Kolumne 26/2013 [01.07.2013]: Das größte Schützenfest der Welt beginnt

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Liebe Leserin, lieber Leser,

alle reden vom Wetter. Ich will es diesmal auch. Schließlich sind Sommerferien in Niedersachsen. Der Ferienbeginn geht in Hannover einher mit dem Schützenfest, bekanntlich der “fünften Jahreszeit” in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Das hat am Freitag mit ein paar Regentropfen begonnen, doch in dieser Woche sollen sommerliche Temperaturen folgen. Den ersten Rekord hat die Kombination von Ferien und Feiern schon gebracht: Eine halbe Million Menschen besuchte den Platz; 250 000 sahen sich den Ausmarsch an – so viele wie seit Jahren nicht.

Natürlich habe auch ich den Ausmarsch mitgemacht. Vorn an der Spitze, dann auf der Tribüne. Mir ist bei aller Tradition eine neue Leichtigkeit aufgefallen, viele bunte Elemente, die sich ins Grün mischen. Das bringt Bereicherung – optisch wie inhaltlich.

Allen Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die (noch) nicht in den Urlaub fahren, empfehle ich einen Bummel über den Platz. Es muss ja nicht das wildeste Fahrgeschäft sein. Einfach schlendern, staunen, genießen.

Und miteinander reden. Ich komme beim Schützenfest mit vielen Menschen ins Gespräch. Auch mit Besucherinnen und Besuchern von auswärts, die manchmal verblüfft sind über so viel Leichtigkeit in Hannover. Die Stadt macht Eindruck. Das in der vergangenen Woche auch bundesweit mit hervorragenden Zahlen. Während andere Kommunen eingestehen müssen, dass sie den ab 1. August geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz trotz aller Anstrengungen nicht werden erfüllen können, hat Hannover in einem gewaltigen Kraftakt eine Versorgungsquote von 55,2 Prozent erreicht. Das von der Stadtverwaltung 2008 aufgelegte Ausbauprogramm für Krippenplätze „5 x 300 Plätze U 3“ hat der Rat nach rot-grünem Antrag um weitere 300 Plätze aufgestockt. Insgesamt werden 1811 neue Krippenplätze entstehen. Mein Kompliment an alle, die dazu beigetragen haben – von den Bauplanern und Bezirksräten bis zur Verwaltungsspitze.

Für den laufenden Betrieb aller Krippen wird die Stadt ab 2014 jährlich rund 25,2 Millionen Euro ausgeben. Das ist viel Geld, und das ist gut investiertes Geld. Ausreichende und gute frühkindliche Betreuung ist ein unerlässliches Qualitätsmerkmal für eine Stadt, einer der wichtigsten Bausteine für Bevölkerungswachstum und Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Geld in Krippen und Kindertagesstätten zu stecken, bringt der Stadt mehr, als wenn sie mit Millionenaufwand versuchte, Bausünden und Fehlplanungen wie beim Ihme-Zentrum zu korrigieren. Klare Ansage: Die Stadt kann und darf kein Reparaturbetrieb für die Immobilienwirtschaft sein. Sie ist und bleibt verlässliche Partnerin, um eine bessere Zukunft auch dieses Wohn- und Gewerbeanlage zu sichern. Auch im Interesse der vielen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und denen der Stadtwerke, die im Ihme-Zentrum arbeiten, wünsche ich mir positive Nachrichten für diesen Standort.

Ihnen allen viel Spaß in der fünften Jahreszeit! Ich freue mich auf sommerliche Begegnungen mit Ihnen und auf Einladungen in Ihren Stadtteil!

Ihr

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