Kolumne 27/2013 [08.07.2013]: Den Horizont erweitern

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Reisen bildet. Heißt es. Darum habe ich mir überlegt, noch einmal auf Reise zu gehen, bevor der Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters so richtig losgeht. Ich will ein Land erforschen, in dem ich noch nie war, das kennenzulernen ich mir aber schon lange gewünscht habe: China. Wirtschaftliche Großmacht. Mit 1,34 Milliarden Einwohnern mehr Bevölkerungspotenzial als Nordamerika, Europa und Russland zusammen. Reich an Sehenswürdigkeiten, von denen ich allerdings nur einen Bruchteil zu sehen bekommen werde. Im Grunde steht schon fest: Die Zeit ist viel zu kurz.

Familie und Freunde haben etwas den Kopf geschüttelt wegen meiner Pläne. “Warum tust Du Dir diesen Stress an?”, haben sie gefragt. Als Antwort genügt eine chinesische Weisheit: “Drei Dinge kann man nicht mehr ändern: das gesagte Wort, den abgeschossenen Pfeil und die verpasste Gelegenheit.” Mit Worten, das steht fest, gehe ich bewusst um. Pfeile abzuschießen (und seien es Worte, die treffen sollen), liegt mir nicht. Gelegenheiten verpassen will ich nicht, wenn es nicht sein muss.

Reisen erweitert den Horizont. Und glauben Sie mir, dazu bedarf es nicht unbedingt eines zehnstündigen Fluges. Auch die Bereisung der 51 Stadtteile Hannovers hat mich klüger gemacht. Egal, ob Ahlem oder Zoo: Ich weiß jetzt besser Bescheid über die unterschiedlichen Strukturen, Möglichkeiten, Problemlagen, die vielen unterschiedlichen Initiativen, Verbände. Das sind Erfahrungen, die mir hoffentlich nützlich sein werden – nicht nur im Wahlkampf, sondern darüber hinaus. Wenn mir die Bürgerinnen und Bürger Hannovers bei der OB-Wahl ihre Stimme geben.

Sie alle wissen: Ich bin für Sie erreichbar. Sei es, wenn Sie mich in Ihren Stadtteil einladen wollen, sei es, wenn Sie Tipps für Verbesserungen haben oder stolz etwas Erreichtes zeigen wollen. Im Moment, aber nur sechs Tage lang, wird es leider mit der Erreichbarkeit hapern. Sie kennen den Grund: China. Nur vier Tage Aufenthalt in Shanghai, Hefei und Peking sind angesichts der langen Anreise sicher kein Urlaub. Dass Gottfried Wilhelm Leibniz, der seit 1676 in Hannover lebte und forschte, sich besonders für China interessierte, ist ebenso wie die Präsenz des Chinesischen Zentrums in Hannover und in Peking und dem Engagement der Messe AG in China, ein weiteres Motiv für mich gewesen, diese Reise noch vor dem Wahlkampf zu unternehmen.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ich erleben werde und Ihnen nächste Woche berichten kann!

Ihr

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