Kolumne 34/2013 [26.08.2013]: Hannover swingt...

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Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Hannover swingt. Das habe ich am Montag voriger Woche erlebt. Mehr als 100 Hannoveranerinnen und Hannoveraner, genauer ausgedrückt, Freundinnen und Freunde sind auf meine Einladung in den Jazzclub am Lindener Berg gekommen. Es war ein wunderbarer swingender Abend, an dem ich mit wenigen Worten mein Bild Hannovers und meine Vorstellungen über die Zukunft Hannovers vorgestellt habe. Der Rest des Abends gehörte der Musik, vielen Gesprächen und kleinen Aktionen.

Unter dem Motto "Mein Hannover..." konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ergänzen, was ihr Hannover ausmacht. Ihre Vorschläge und Ideen hat zeichnerisch umgesetzt Tanja Föhr, die schon Großes mit dem gezeichneten Protokoll auf dem Zukunftskongress leistete. Ich hoffe, Sie sind gespannt, was das für Bilder von Hannover ergibt. Ich werde sie am 31. August auf dem Schorsenfest der SPD am Kröpcke zeigen.

"Mein Hannover..." – das ist natürlich nicht besitzanzeigend, sondern einfach mein persönliches Bekenntnis zu unserer Stadt. Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind ja ein etwas zurückhaltender Menschenschlag. Jetzt erlebe ich, dass viele auch "mein Hannover" sagen und ihr Hannovergefühl und ihre Zukunftswünsche damit verbinden. Also, das wird schon sehr richtig verstanden.

Das Bild, das wir von Hannover haben, wird zunehmend auch Gegenstand von Diskussionen im Wahlkampf und in den Medien. Die HAZ hat am 15. August mit ihrem früheren Redakteur Bert Strebe eine neuerliche Diskussion über die städtebaulichen Qualitäten Hannovers angestoßen. Dieser hat mit dem stilistischen Mittel der Zuspitzung in "Die Wunden von Hannover" seine Position umrissen und zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass das Gesicht der Stadt Hannover eine besonders anspruchsvolle und zugleich sensible Herausforderung für Stadtplanung, Architektenschaft und die lokale Politik darstellt.

Anders als er finde ich aber, in der Innenstadt ist viel mehr „Das Wunder von Hannover 2.0“, zu beobachten. Denn bei aller notwendigen Diskussion hat Hannovers City in den vergangenen 20 Jahren („EXPO-Effekt“) erheblich an Attraktivität gewonnen, und sie wird aufgrund aktueller Planungen noch mal deutlich an Beliebtheit in der Betrachtung ihrer Bürgerinnen und Bürger zulegen. Hohe und höchste Anforderungen an die Architektur und Stadtplanung sind auch in Zukunft eine bleibende Aufgabe. Dabei wird es stets auch um einen Ausgleich zwischen ästhetischen Ansprüchen und ökonomischen Notwendigkeiten gehen müssen.

Es ist das Verdienst des städtebaulichen Innenstadtentwicklungsdialogs „Hannover City 2020+“, in einem dreijährigen, viel beachteten und mehrfach ausgezeichneten Prozess die städtebaulichen Strukturen des Nachkriegs-Hannovers aufgegriffen und in einen modernen, den heutigen und zukünftigen Ansprüchen gerechten Städtebau überführt zu haben. Das muss natürlich weitergehen – in der Innenstadt, erst Recht in den Stadtteilen.

Die Diskussion ist eröffnet, ich werde mich im Wahlkampf und danach an ihr beteiligen. Ich freue mich auf Ideen, Anstöße, aber auch Kritik von Ihnen! Mein Hannover beschwingt. Zur Diskussion, zum Sich-damit-Auseinandersetzen; zur genauen Betrachtung, zur Weiterentwicklung. Diese Dialogbereitschaft, das verspreche ich Ihnen, soll meine künftige Arbeit kennzeichnen, wenn sich die Wählerinnen und Wähler dieser Stadt entscheiden, mir am 22. September ihre Stimme bei der Wahl des Oberbürgermeisters zu geben!

Ihr

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