Pausen nutzen, Kraft tanken

 

Der späte Sommerferientermin in Niedersachsen sorgt für merkwürdige Effekte. Nach gerade drei Wochen Ferienzeit haben schon der DFB-Pokal und die neue Bundesliga-Saison im Fußball begonnen. Die eine Hälfte Hannovers hat während der letzten 19 Tage das Maschseefest genossen, hat Urlaub in der Stadt gemacht. Die andere verpasst jetzt, Hannover 96's Einstieg in die neue Saison lautstark zu unterstützen. Zu diesem Teil gehöre ich leider auch. Ich muss aus dem Urlaub in den Bergen mitfiebern. Diese Pause ist nötig, denn ab September ist sehr viel zu tun.

Toll war, dass es auch in den Sommerferien gute Nachrichten gab. Die örtlichen Tageszeitungen und mancher Rundfunksender haben berichtet: Wir stehen in Hannover als Stadt noch besser als München und Hamburg dar. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zu wachsenden und schrumpfenden Kommunen hervor.

"Noch besser" heißt, dass wir bei Bevölkerungswachstum, Beschäftigung und Steuereinnahmen zu den "stark wachsenden" Städten in Deutschland gehören – so wie München, Frankfurt, Köln, Bonn und Koblenz. Natürlich hat das Konsequenzen. Einerseits bietet uns Bevölkerungswachstum große Chancen als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Andrerseits sind damit Herausforderungen verbunden wie die Quantität und Qualität der Kinderbetreuung und unserer Bildungseinrichtungen rechtzeitig zu sichern und aufzubauen, die Wohnraumversorgung noch schneller zu forcieren und die Arbeit an einer leistungsfähigen und attraktiven Infrastruktur für Wirtschaft, Kultur und Sport konzentriert fortzusetzen.

Wir werden zweierlei tun: Zum einen planen wir unterschiedliche Ausbau- und Investitionsprogramme. Zum anderen beteiligen wir die Bürgerinnen und Bürger daran, wie die Zukunft der Stadt sich unter dem Vorzeichen des Wachstums entwickeln soll. Stichwort ,Mein Hannover 2030'. Der Abschlussbericht unseres Stadt- und Zukunftsdialogs fällt mitten in die notwendige Klärung dieser Herausforderungen.

  • In Hannover beschäftigt uns verschärft die Unterbringung der Flüchtlinge. Im Bund wird ein Flüchtlingsgipfel Mitte September hoffentlich die richtigen Antworten geben.
  • Verwaltung und Rat werden bis Ende des Jahres den Haushalt 2016 aufstellen. Dazu gehören ein Konsolidierungsprogramm und ein Investitionsprogramm. Also weitere Sparanstrengungen, Aufgaben auf den Prüfstand stellen und den Haushalt perspektivisch zwischen Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen zu gestalten. Ein Investitionsprogramm, um den Herausforderungen einer wachsenden Stadt in den kommenden zehn Jahren zu genügen und gute Infrastrukturen für Betreuung, Bildung und die Wirtschaft herzustellen.
  • Mitte November legen wir den ersten Entwurf des Stadtentwicklungskonzeptes "Mein Hannover 2030" vor. In einer Veranstaltung parallel dazu präsentieren und diskutieren wir ihn. Er wird zunächst einen Monat "ausgelegt". Wir nehmen die Anregungen und Beiträge entgegen, arbeiten sie in den Entwurf ein und legen ihn dann dem Rat und seinen Ausschüssen vor.

Sie ahnen: Es ist wirklich viel zu tun. Und darum nutzen Sie wie ich die Pause, um Kraft zu tanken. Genießen Sie den Sommer, erholen Sie sich und schöpfen Sie neue Energie. Ich werde das in den Bergen tun und freue mich auf das zweite Halbjahr mit seinen spannenden Wochen und Monaten, in denen wir weiter für die Zukunft Hannovers arbeiten.

 


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