Auf neue Freundschaft im Reich der Mitte

 

Wenn ein Freund von weit her kommt, ist das nicht auch eine Freude?“ Dieses Zitat stammt vom chinesischen Philosophen Konfuzius und es könnte als Motto über all den Erfahrungen der vergangenen Woche stehen. Mit einer Delegation aus Ratspolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien in China war ich unterwegs in den Städten Shanghai, Shenzhen und Changde.

Die Eindrücke und Erfahrungen dieser Reise sind noch sehr frisch. Mit zwei bis drei Tagen Abstand, einigen Gesprächen und Nachdenken kann ich dann ein Resümee ziehen.

Zwei Dinge stehen für mich bereits jetzt fest:

Zum einen: Wir haben unser Ziel erreicht. Das Wichtigste war, die vielfältigen Kooperationen Hannovers mit Partnern in diesen chinesischen Städten zu stärken und auszubauen. Es ging insbesondere darum, mit unseren Stärken und Themen in China für Hannover zu werben. Intelligente Produktion, Digitalisierung der Industrie ("Industrie 4.0"), unsere Kompetenz und Erfahrung mit dem Ausrichten von Messen, Kooperationen in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft, die Zusammenarbeit an interessanten Themen der Bildung, Ausbildung und Wissenschaft und konkrete Projekte der Gesundheitsinfrastruktur und Medizinforschung.

Zum zweiten: Wie man den erfreulichen Presseberichten und -informationen der vergangenen Tage zur China-Reise entnehmen kann, haben wir eine ganze Reihe von konkreten Projekten vereinbart.

Es gibt natürlich noch andere Ebenen, über die man selten etwas liest. Dazu zählt allem voran die Nähe, die ein solcher Besuch über so große Distanz bringt. Das schafft Vertrauen. Nur so wird auch Wandel möglich. Beide Seiten streben eine verlässliche und von Offenheit geprägte Zusammenarbeit an. Ich hatte in den vielen internen Runden mit den chinesischen Partnern auch Gelegenheit über schwierige Themen zu sprechen, das gehört selbstverständlich dazu, selbst wenn man nicht die laute Trommel damit schlägt. Große Sorge besteht ja bei deutschen Firmen zum Beispiel vor dem Kopieren und unlauteren Methoden. Ich habe berichtet über die Fortschritte, die wir im Austausch über allgemeine rechtliche und Verfassungsfragen haben.

Städtepartnerschaften sind wir nicht eingegangen, aber wir haben eine neue Form der Städtekooperation vereinbart. Das ist in vielen Projekten zielführender. Die seit zehn Jahren dauernden Kontakte und fünf Jahre enger Zusammenarbeit mit Changde zeigen dies.

Die Reise und die Reiseorganisation fanden großes Lob. Wobei ich einräume: Eine 43-köpfige Delegation ist für eine kommunale diplomatische Tour ungewöhnlich groß. Bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanke ich mich für das starke Mitwirken gegenüber den chinesischen Partnern und für ihr Durchhaltevermögen. Drei Städte in sechs Tagen mit allen Anreisen und Abreisen und einer Vielzahl an Terminen hat allen auch wegen der sieben Stunden Zeitverschiebung enorm viel abverlangt. Es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wohl jeder hat das Gefühl, mehr gelernt und verstanden zu haben. China ein Stück näher gekommen zu sein. Und das ist ein sehr gutes. 

 


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