SPD startet Wettbewerb „Schlechteste Landesstraße“

Schostok vor Ort in Leveste
 

Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat am Dienstag, 20. Oktober, mit einer Auftaktveranstaltung in Gehrden-Leveste ihren Wettbewerb „Schlechteste Landesstraße“ gestartet. „Schon seit Jahren vernachlässigt das Land den Unterhalt seiner Straßen. Die Bürger in Niedersachsen spüren die Folgen praktisch täglich“, sagte der Sprecher für Wirtschaft und Verkehr der SPD-Fraktion, Gerd Will, am Dienstag in Leveste.Der Ort in der Region Hannover war ausgewählt worden, weil...

 

...die Landesstraße 401 dort als besonders krasses Negativbeispiel gilt.
„Der Landesrechnungshof hatte bereits 2005 höhere Investitionen in die Landesstraßen angemahnt. 2007 wiederholte der Rechnungshof seine Kritik. Als angemessen erachten die Rechnungsprüfer eine jährliche Summe von 70 Millionen Euro allein um die Straßen zu erhalten. Hinter dieser Vorgabe bleibt das Land weit zurück“, sagte Will. Die Folgen seien neben den Behinderungen für Auto- und Radfahrer eine zunehmende Gefährdung aller übrigen Verkehrsteilnehmer und eine verstärkte Umweltbelastung durch Lärm und Abgase.

Alle 47 Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion werden in den kommenden Wochen nach Landesstraßen in ihren jeweiligen Regionen suchen, die in besonders schlechtem Zustand sind. „Eine unabhängige Jury wird dann die Eingaben sichten und bewerten. In etwa acht Wochen wird dann die schlechteste Landesstraße Niedersachsens feststehen“, sagte Will. Zur Jury gehören Vertreter des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, der IG BAU sowie der Automobilklubs AvD und ACE.

Aktuell plane die Landesregierung für das kommende Jahr zwar Investitionen von rund 66 Millionen Euro. „Doch die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass Teile des so genannten Straßenbauplafonds im Nachhinein wegen der globalen Minderausgaben immer weder zusammengestrichen worden sind“, erläuterte Will.

 


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