Merhaba! Hoş bulduk! - Guten Tag! Danke sehr!

 

Ein herzlicher Willkommensgruß auf Türkisch - das werden in den kommenden vier Tagen wahrscheinlich meine meistgebräuchlichen Sätze sein. Ich nehme als Mitglied einer Delegation von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil an dessen Besuch in der Türkei teil. In diesem Rahmen werde ich auch meinen Amtskollegen Tahir Akyürek in Konya treffen.

Hannover prüft eine engere Kooperation im Rahmen einer Städtepartnerschaft oder Städtefreundschaft mit Konya. Dies möchte ich als Oberbürgermeister mit Tahir Akyürek, dem Oberbürgermeister von Konya, in einer Absichtserklärung vereinbaren.

Vor wenigen Wochen hat die rot-grüne Ratsmehrheit unsere Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Vorbereitung von Städtepartnerschaften / Städtefreundschaften mit den türkischen Städten Konya und Diyarbakir zu entwickeln. Zur Begründung heißt es, die vielfältigen Kontakte zwischen Hannover und beiden Städten sollten in Form von Städtepartnerschaften bzw. Städtefreundschaften intensiviert und verfestigt werden. Ich halte das für wirklich sinnvoll, denn in unserer Stadt haben rund 25.700 Menschen einen türkischen Pass. Damit sind sie die größte Zuwanderungsgruppe unter den 141.000 Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die einen ausländischen Pass besitzen oder die doppelte Staatsbürgerschaft haben.

Wenn wir ein Konzept entwickeln für solche Partnerschaften, ist es sehr bedeutsam, dass es sich um gelebte Verbindungen handelt, an die wir anknüpfen. Es gibt in Hannover bereits viele sehr aktive deutsch-türkische Netzwerke. Ich konnte mir das in den vergangenen Monaten genauer anschauen: Unternehmen, Hochschulen und unterschiedliche Vereine haben mit türkischen Städten und Einrichtungen bereits Kooperationen geschlossen und Projekte initiiert. Deshalb halte ich es für sinnvoll, dass wir diese Kooperationen mit Konya verstärken. Es wäre auf jeden Fall gut, dass unsere Bürgerinnen und Bürger dies deutlicher wahrnehmen und daran teilhaben.

Beide Städte könnten aus meiner Sicht deutlich davon weiteren Nutzen ziehen, wenn wir noch konkreter Kooperationsprojekte benennen. Zum Beispiel zwischen der Wirtschaft und der Messe, den Hochschulen und der Wissenschaft, in der Kultur und im Sport. Auch Zukunftsfragen wie Stadtentwicklung und Verwaltungsaustausch sollten wir diskutieren, zum Beispiel die wichtigen Themen Mobilität und Klimaschutz aufgreifen.

Neben Konya bereiten wir ein Konzept für eine engere Kooperation mit der Stadt Diyarbakir vor. Auch diese Stadt hat sich bereits für eine Partnerschaft mit Hannover ausgesprochen. Ein weiterer Besuch in der Türkei ist von mir deshalb beabsichtigt, am liebsten gleich mit Mitgliedern des Rates und denen, die sich bereits engagieren. Diese Vorbereitungen für Kooperationen mit den beiden türkischen Städten sollen letztendlich in ein gemeinsames Konzept fließen, über das dann die Ratsgremien beraten und entscheiden. Bis dahin, so hoffe ich, habe ich meinen türkischen Wortschatz erweitert.

Söz. Versprochen.

 


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