Gandhi bei uns – ein Gedenken, das verpflichtet

 

Sie sollten mal einen Ausflug zum Maschpark machen! Es lohnt sich, denn dort ist jetzt die Büste Mahatma Gandhis zu sehen. 1,27 Meter lang, 1,06 Meter hoch und 71 Zentimeter breit zeigt sie das Antlitz des Freiheitskämpfers. Am Sonntag hat der Premierminister der Republik Indien gemeinsam mit mir dieses Kunstwerk enthüllt.

Ich hatte zuvor die Ehre, Premier Narendra Damodardas Modi mit den Vorsitzenden der Fraktionen im Neuen Rathaus zu begrüßen und ihn um einen Eintrag in das goldene Buch der Stadt zu bitten.

„Es ist ein stolzer Moment für Hannover, für Deutschland und die ganze Welt, dass diese Büste hier errichtet wird“, sagte Modi. Für uns alle war es mehr als ein Moment. Indien ist bevölkerungsmäßig die größte Demokratie auf unserem Globus. Indien ist außenpolitisch in internationalen Fragen ein sehr verlässlicher Partner der Bundesrepublik Deutschland. Wir haben sehr viele gemeinsame Interessen, deshalb ist es wichtig, dass Indien nicht nur ein sehr modernes, aufstrebendes wachsendes Land ist, sondern auch als Anker für Stabilität in Asien gilt. Viele gemeinsame Initiativen und Projekte zeugen von der Freundschaft unserer beiden Länder.

Das gilt erst recht für uns in Hannover: Von den 780 indischen Einwohnern Hannovers sind sehr viele beruflich in der Medizin oder als Studierende in verschiedenen Studiengängen engagiert. Mehr als 100 Studierende haben mit Modi im Gartensaal des Rathauses sprechen können. Die Begeisterung war groß.

Der Indische Freundschaftsverein in Hannover hat mehr als 300 eingetragene und viele sehr aktive Mitglieder. Besonders bekannt ist wirtschaftlich unser German-Indian Business-Center von hannoverimpuls, das einen Pool von über 6000 indischen Unternehmen mit interessierten deutschen Unternehmen zusammenbringt.

Bevor der Premier in Richtung Messe zur Eröffnung der Industriemesse mit Ministerpräsident Stephan Weil und Bundeskanzlerin Angela Merkel fuhr, haben wir mit der Enthüllung des Kunstwerks unsere gute Zusammenarbeit bekräftigt. Indien hat Hannover diese Büste Mahatma Gandhis geschenkt. Gandhi steht als herausragende Persönlichkeit der Zeit - wenn nicht sogar der Menschheitsgeschichte weltweit für Gewaltlosigkeit und das Eintreten für Frieden und Freiheit. Premier Modi beschrieb es so: „Gandhi hat durch sein Leben ein Beispiel gesetzt. Und heute, wo wir so viel Blutvergießen haben, ist sein Gedanke der Gewaltlosigkeit umso wichtiger.

Sie finden die Büste in der Culemannstraße gegenüber der Internationalen Schule. Diese hat gemeinsam mit dem Indischen Verein Hannover e.V. die Patenschaft für die Büste übernommen. Ein Memorandum für eine akademische und kulturelle Zusammenarbeit regelt diese Partnerschaft. In der Internationalen Schule werden 530 Schülerinnen und Schüler aus 50 verschiedenen Nationen unterrichtet. Ihnen ist es wichtig, mit diesem Projekt die Botschaft Gandhis von Gewaltfreiheit, Frieden und Antidiskriminierung den Schülerinnen und Schülern, aber auch der Öffentlichkeit näher zu bringen. Und zwar nicht nur einmal jährlich am 20. Oktober anlässlich des Geburtstages Gandhis.

Der weltberühmte Freiheitskämpfer in Stein gehauen auf Dauer zu Gast in Hannover - ich meine, dass das den Charakter und Ruf Hannovers als internationale Stadt und - nicht nur durch die Partnerschaft mit Hiroshima - als Stadt des Friedens mehrt. 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.