Altes im Wandel, Neues im Werden

 

Was haben der Trammplatz am Neuen Rathaus und die Wasserstadt Limmer gemeinsam? Gar nichts, werden Sie vielleicht denken. Hätte ich vielleicht bis vor kurzem ebenfalls. Doch dann haben mich zwei Veranstaltungen umgestimmt..

Der Trammplatz ist nach mehr als vierzig Jahren gründlich erneuert worden. Am vergangenen Mittwoch haben wir ihn eröffnet und präsentiert.

Die ursprünglichen Pläne sind immer als Zeichnungen bekannt gewesen, aber er ist nach Aussagen aller viel schöner und erlebenswerter geworden als jemals vorher vermutet. Das findet übrigens auch der von uns allen geschätzte ehemalige Bürgermeister Bernd Strauch.

Die Wasserstadt Limmer kann auch einmal so schön und lebenswert werden. Es gibt bisher "nur" erste Skizzen aus der Bürgerbeteiligung in den Workshops. Die Pläne (ein städtebaulicher Entwurf und ein Bebauungsplan für den 1. Bauabschnitt) müssen in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Die Vision existiert also, seit Dienstag ist sie vielen Menschen bekannt. 102 Fragen haben interessierte Bürger und Bürgerinnen nach dem Dialog mit Experten, Verwaltung und zum Abschluss von fünf Workshops gestellt und bewertet.

Herausgekommen sind zusammengefasst vier Themenkarten zu Städtebau und Gebäudehöhen, zum Freiraum, zur Infrastruktur und zu Mobilität und Verkehr. Wenn man das alles sieht, dann wird klar, dass die Beteiligten sich deutlich für ein lebendiges, im Mittel viergeschossiges und in seiner Bewohnerschaft vielfältiges Quartier ausgesprochen haben. So kann die Wasserstadt einen wichtigen Beitrag zur weiteren Attraktivitätssteigerung Hannovers als Wohnstandort leisten.

Der Weg ist jetzt klar. Auch auf die von vielen sehr stark in den Vordergrund gestellte Frage nach der Zahl der Wohneinheiten werden wir im weiteren Verfahren die Antwort finden. Ich habe das so formuliert: "Es gilt abzuwägen, um einen vernünftigen Kompromiss zu finden. Einen Kompromiss, der die Annehmlichkeiten moderner Quartiere gewährleistet, ohne das Gespür für das Umfeld außer Acht zu lassen. Einen Kompromiss, der der vorhandenen Struktur des Stadtteils ebenso gerecht wird wie dem gesamtstädtischen Interesse an einer bedarfsgerechten Wohnraumversorgung. Wenn Sie mich fragen: Es sind nicht mehr die 2000 Wohnungseinheiten, mit der die Verwaltung den Beteiligungsprozess begann. Es können aber auch nicht nur die 1000 Wohnungseinheiten sein, die der Stadtbezirksrat vorgeschlagen hat."

Weiter geht es nun in einer Feedbackveranstaltung am 12. Mai, in der alle Beteiligten (nachdem sie die Präsentation der Ergebnisse haben sacken lassen) berichten, wie sie die Strukturvorstellungen beurteilen. Uns liegt sehr daran zu erfahren, ob das Meinungsbild bei der Befragung ausreichend berücksichtigt ist und welche Anregungen für den weiteren Planungsprozess und das Beteiligungsverfahren gegeben werden.

Die Stadt hat den Vorschlag angenommen, einen begleitenden Wasserstadtbeirat zu gründen. Nun wird es sehr konkret. Entscheidend sind am Ende die Beschlüsse von Bezirksrat und Stadtrat. Ich bin mir sicher, dass die vielen guten Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens im neuen städtebaulichen Entwurf aufgenommen werden und das ist gut so. Die Beteiligung hätte sich dann gelohnt. So wie sich das längere Warten auf den neuen Trammplatz gelohnt hat!

 


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