Ein Abschied, der nicht leicht fällt

 

Niedersächsische Landeshauptstadt und 1. Panzerdivision der Bundeswehr – fast 60 Jahre gehörte das zusammen. Am vergangenen Donnerstag hat die Tradition ein Ende genommen. Mit einem Großen Zapfenstreich haben wir Abschied genommen, aber dennoch positiv in die Zukunft geschaut. Die Division hat sich beim Oberbürgermeister abgemeldet. So heißt es offiziell und machte in dem bewegenden Zeremoniell die Verbundenheit gegenüber der Stadt deutlich. Die mehr als 1200 Zuschauer auf dem Trammplatz erlebten es in klirrender Kälte. Trotzdem erwärmte es irgendwie.

Die 1. Panzerdivision wurde etwa ein Jahr nach Gründung der Bundeswehr ins Leben gerufen, und ihr Stab hatte nahezu sechs Jahrzehnte lang seinen Sitz in Hannover. Von hier aus wurden die Geschicke der Division gelenkt, in den vergangenen Jahren zunehmend auch für Auslandseinsätze. Das waren für die Soldatinnen und Soldaten, vor allem für die Familien und Freunde, keine einfachen Einsätze. In einer so langen Zeit entsteht eine besondere Verbindung zwischen einer Einrichtung und dem Standort.

Für viele Bundeswehrangehörige und deren Familien ist Hannover ein Zuhause geworden, mit vielen Freundschaften und mit guten Nachbarschaften. Zwischen dem Stab und der Kommune gab es immer sehr gute vertrauensvolle Kontakte und eine hervorragende Zusammenarbeit. Die Landeshauptstadt hat daher auch 1983 die Ehrenpatenschaft für die Division übernommen und damit die freundschaftlichen Beziehungen noch einmal verstärkt.

Natürlich bedauern wir den Abschied! Wir hätten alle gern hier bei uns in Hannover behalten. Aber wir akzeptieren selbstverständlich die Entscheidung im Rahmen der Bundeswehrreform.

Ganz Hannover wünscht der 1. Panzerdivision, ihren Soldatinnen und Soldaten und ihren Familien, auch allen Zivilbeschäftigten, alles Gute an ihrem neuen Standort Oldenburg! Hannover bleibt mit dem Kommando Feldjäger ein wichtiger Bundeswehrstandort. Und wir bleiben für alle, die uns mit der Verlegung verlassen, ein guter Gastgeber. Wir heißen alle in ihrer alten Heimat auch in Zukunft gerne willkommen.

 


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